Fewa Fewa Fewa

#Relearn

Slow Fashion wirklich verstehen

Kleidung ohne Grenzen: Diese drei Slow-Fashion-Projekte sollte jeder kennen

Umweltschützer und Öko-Designer inspirieren uns mit ihren nachhaltigen Projekten und ihrer Leidenschaft für Slow Fashion. Was online oder im Store erhältlich ist, bestimmt darüber, was in unserem Kleiderschrank landet. Unsere Entscheidungen haben Auswirkungen auf die Umwelt. Denn es kommt darauf an, aus welchen Materialien ein Kleidungsstück besteht und wie es die Gesundheit der weltweiten Meere und Flüsse, der Luft sowie der Böden beeinflusst. Tritt die Fast-Fashion-Produktion auf die Bremse, kann das nur von Vorteil sein – für uns alle.

 

Die Modewelt dreht sich allmählich langsamer und webt ethische und nachhaltige Praktiken Schritt für Schritt in die Produktion neuer Kleidungsstücke ein. Als Verbraucher können wir diesen Trend begrüßen und unsere Kleidungsstücke mit gutem Gewissen aussuchen. Es ist also bei weitem keine kurzlebige Modeerscheinung. Wir können Slow Fashion sorgfältig in unseren Alltag einfädeln: Hier sind drei Initiativen, die uns bei dem Wandel helfen.

Auszeichnungen für das Umdenken von Fast Fashion

Eine Frau bei den Green Carpet Fashion Awards, einem Slow-Fashion-Event
Nichts motiviert und hilft uns mehr dabei, unsere Gewohnheiten zu ändern, als Anreize und Belohnungen. Es gibt etliche Awards, die Designer und Unternehmen auszeichnen, die Fair Fashion in den Mittelpunkt ihrer Innovationen stellen.
 
  • Die Green Carpet Fashion Awards stellen nachhaltige Innovationen bereits ins Rampenlicht. Weltberühmte Models und Hollywood-Stars präsentieren die Auszeichnungen und machen so auf die Bedeutung von bewusst und nachhaltig produzierter Kleidung aufmerksam.
  • Die Sustainable Fashion Awards krönen die nachhaltigsten Ideen von Designern und Marken, die sich durch ihre verantwortungsbewussten Einstellungen und Maßnahmen zur Reduzierung ihres ökologischen Fußabdrucks qualifizieren. Die Geldprämie wird geteilt: Die eine Hälfte geht an den Gewinner, die andere an eine NGO, die sich dem Umweltschutz verschrieben hat.
  • Die in Melbourne ansässige Nachwuchsdesignerin und Gewinnerin des Redress Design Award 2018, Tess Whitfort, sagte: „Es liegt in unserer Verantwortung, die negativen Umweltauswirkungen der Modebranche zu begrenzen, ... entweder durch die Verwendung von KI zur Erstellung von Zero-Waste-Designs … oder durch ein neues umweltfreundliches Material oder Verfahren.“ 

 

Diese Botschafter für nachhaltige Mode können die Branche in ein völlig neues Zeitalter katapultieren und andere Designer dazu inspirieren, darüber nachzudenken, wie sie ihre Materialien beschaffen und ihre Stoffe verarbeiten. Damit zeigen sie den Verbrauchern, dass nachhaltige Kleidung cool ist!

Mode im Gesamtzusammenhang – Ein Blick in verschiedene Teile der Erde

Die australische Slow-Fashion-Designerin Tess Whitfort hat 2018 den ersten Preis gewonnen

Kate Fletcher, Professorin für Nachhaltigkeit, Design und Mode, betonte in ihrem TEDx Talk im englischen Macclesfield letztes Jahr zum Thema „Usership: Fashion beyond Consumerism“, dass das Upcycling alter Kleidungsstücke eine nachhaltige Alternative zum Neukauf sei. Kate Fletcher ist eine engagierte Botschafterin für Nachhaltigkeit und möchte Verbraucher zu verantwortungsvollen und nachhaltigen Entscheidungen inspirieren. Als Mitglied des Londoner Centre of Sustainable Fashion leitete sie kürzlich das faszinierende Forschungsprojekt „Fashion Ecologies“. Mit dem Ziel Mode „im Gesamtzusammenhang“ zu betrachten, um herauszufinden, welche Faktoren und Einflüsse darüber entscheiden, welche Kleidungsstücke wir tragen und warum wir sie tragen, sammelte sie unendlich viele Geschichten von Menschen rund um den Globus. Im Rahmen des Projekts untersuchte sie fünf Jahre lang den Lokalismus, weil sie wissen wollte, welche Beziehung die Menschen in verschiedenen Teilen der Erde mit Kleidung, ihren Mitmenschen und ihrer Umgebung haben.

 

Diese lokalen Momentaufnahmen zeigen den Gesamtzusammenhang von Mode und tragen dazu bei, die aktuellen Modeentscheidungen besser nachvollziehen zu können. Mit diesem Verständnis können die künftigen Entscheidungen in Richtung Nachhaltigkeit gelenkt werden, damit Verbraucher sich für Fair Fashion und Slow Fashion entscheiden.

Stich für Stich eine zerrissene Welt reparieren

Vielen scheint entfallen zu sein, dass einst jedes einzelne Kleidungsstück gehegt und gepflegt wurde, damit es möglichst lange hielt. Liebevoll wurde ein ausgefranster Saum mit einem Langettenstich repariert und ein Loch durch eine hübsche Stickerei gestopft. Heutzutage kann ein Teil mit einem ausgefransten Saum oder einem losen Knopf gar nicht schnell genug im Müll landen. Das Projekt Visible Mending inspiriert uns dazu, unserer Kleidung eine zweite Chance zu geben und uns neu in unsere Kleidungsstücke zu verlieben.

 

Die Webseite liefert uns „Mendspiration“, das heißt kreative Ideen, wie wir unsere kaputte Kleidung wieder reparieren können. Blog-Artikel enthüllen dazu eine Fülle inspirierender Storys und verraten, wie und warum Nähen die Seele heilt. Das Projekt regt alle dazu an, ihre kreativen Flickkreationen und raffinierten Tricks mit der Welt über die sozialen Medien zu teilen.

 

Wenn wir uns alle ans Stopfen, Nähen und Flicken machen, landen weniger Teile im Müll. Und ganz nebenbei stellen wir den tristen Mainstream mit unserer individuellen Persönlichkeit in den Schatten.

Image credits
Header image: Getty Images
Image of Green Carpet Fashion Awards event: Getty Images
Image of Redress Design Award winner: Redress Design Award PR

Slow-Fashion-Initiativen inspirieren uns und motivieren uns unser Verhalten zu verbessern. Wenn du wissen willst, wie Fewa zu Nachhaltigkeit steht -- und wie wir uns entwickeln -- klick hier.