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Slow Fashion wirklich verstehen

Die wahren Kosten eines T-Shirts: Slow Fashion vs. Fast Fashion

Was auch immer dein Stil, deine Lieblingsfarbe oder deine bevorzugten Stoffe sind, du hast mit Sicherheit mindestens ein T-Shirt im Schrank hängen. Dabei spielt es keine Rolle, ob es ein billiges Fast-Fashion-Teil oder teures Designer-Stück ist. 

 

Der Preis, den du im Shop bezahlst, spiegelt nicht unbedingt die wahren Kosten eines T-Shirts wider. Die wahren Kosten von Fast Fashion sollten auch die Umweltauswirkungen, die Ausbeutung von Arbeitskräften und die Übersättigung des Marktes berücksichtigen, deren Folge Verschwendung und Müll ist. Um herauszufinden, wie sich die wahren Kosten eines T-Shirts wirklich zusammensetzen, haben wir alles mal durchgerechnet und veranschaulichen die Auswirkungen von Fast Fashion. 

 

Spiegelt der Preis im Shop den Wert des Materials wider? Welchen Anteil machen die Löhne aus? Wie viel geht an Zwischenhändler, Vorstände und Einzelhändler? Wir decken die Diskrepanz der Kosten für ein Fast-Fashion- und ein Fair-Fashion-Shirt auf und beleuchten, welchen Unterschied das Geld machen kann, wenn es an die richtigen Empfänger fließt.

Die wahren Kosten für ein T-Shirt auf einen Blick

Betrachten wir nun die wahren Kosten für Fast und Fair Fashion.

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Lohnkosten: Fast Fashion vs. Slow Fashion

Fast Fashion: Die Arbeiter, die das T-Shirt nähen, bekommen am wenigsten von dem Geld ab, das du für ein Baumwoll-T-Shirt bezahlst. Billige Kleidungsstücke, aber auch einige Designer-Teile und sogar T-Shirts aus Bio-Baumwolle werden von Arbeitern unter unsicheren Bedingungen hergestellt. Ihr Tageslohn liegt dabei weit unter dem Einzelhandelspreis für das besagte T-Shirt. Die Ausbeutung der Arbeiter ist im Preis für das billige T-Shirt inbegriffen. 

 

Slow Fashion: Unter fairen Handelsbedingungen können Arbeiter zehnmal mehr als den üblichen Tageslohn verdienen und arbeiten in sichereren Arbeitsumgebungen (einschließlich Brandschutz und Schutz vor giftigen Chemikalien). Darüber hinaus sind ihre Arbeitsplätze durch langfristige Verträge gesichert. Dies steigert auch die Fabrikkosten. All dies macht einen riesigen Unterschied für die Arbeiter, wirkt sich jedoch kaum auf den Preis eines T-Shirts auf.

Materialkosten: Fast Fashion vs. Slow Fashion

Fast Fashion: Baumwolle, die als Massenware aus Entwicklungsländern bezogen wird, ist zwar billig, hat aber einen hohen Preis. Um mit der Nachfrage Schritt halten zu können, sind Landwirte gezwungen, große Mengen an Pestiziden einzusetzen. Die Arbeiter sind nicht vor den giftigen Chemikalien geschützt und zusätzlich ist der Boden auf unbestimmte Zeit unbrauchbar. Diesen hohen Preis werden wir auf lange Sicht alle zahlen, denn die Bodenerosion trägt zur Beschleunigung des Klimawandels bei.

 

Slow Fashion: Bio-Baumwolle aus fairem Handel respektiert den Boden, in dem sie wächst und die Arbeiter, die sie ernten und verarbeiten. Die Kosten für dieses wertvolle Rohmaterial werden zwar verdoppelt, wirken sich aber auf den Preis für das Endprodukt kaum aus. Außerdem musst du keine Gewissensbisse haben und kannst dich noch mehr über dein neues Shirt freuen.

Proportionale Preiserhöhung: Fast Fashion vs. Slow Fashion

Neben bewussten Kaufentscheidungen gibt es eine noch bessere Möglichkeit, die wahren Kosten der T-Shirt-Produktion zu beeinflussen: Kaufe nicht jedes Mal ein neues Shirt. Mit der richtigen Pflege und dem richtigen Produkt bleibt dir dein T-Shirt lange erhalten und sieht länger aus wie neu. 

Das Waschen eines T-Shirts verbraucht viel weniger Wasser, trägt nicht zur Ausbeutung von Arbeitern bei, hat keine negativen Auswirkungen auf die Umwelt und hat einen weitaus kleineren CO2-Fußabdruck als die T-Shirt-Produktion und der Transport des fertigen Shirts. 

 

Drei Tipps für das nachhaltige Waschen eines T-Shirts:

  1. Verwende ein Waschmittel, das für dein T-Shirt (dessen Farbe und Material) geeignet ist. Für ein schwarzes T-Shirt empfiehlt sich zum Beispiel Fewa Schwarz & Faser renew Advanced Effect, damit die Farbe nicht ausbleicht. 
  2. Wasche deine Wäsche auf einer niedrigeren Temperatur. Das spart Energie und Zeit.
  3. Wäscheleine statt Trockner: Trockner sind wahre Stromfresser. Wenn es geht, hänge deine Shirts zum Trocknen an die Wäscheleine oder den Wäscheständer.

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