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Material-ABC: K wie Kaschmir

Weich, seidig und luxuriös, Kaschmir ist alles, was deine andere Kleidung auch gern wäre. Aus dem seltenen Vlies von Bergziegen aus dem Himalaya gesponnen und  von den besten Modehäusern der Welt verehrt, definiert und verkörpert Kaschmir heute modische Extravaganz.

Eine Kaschmirziege

Aber wie fand eine so obskure Faser aus dem am dünnsten besiedelten Gebiet des Planeten ihren Weg in das Modebewusstsein der ganzen Welt? Und wie soll man jemals seine Angst überwinden und den Mut finden, sie zu waschen? Fürchte dich nicht, hier findest du die Antworten, die du suchst....

Die Geschichte von Kaschmir

Die große Geschichte von Kaschmir beginnt vor etwa 700 Jahren auf den zerklüfteten Höhen des Himalaya. Höhlenmalereien zeigen, wie die Einheimischen damals herausfanden, dass eine in der Region heimische Ziege einen besonders seidigen Bart hatte. Sie zeigen außerdem, wie sie die Fasern in weiche, warme Kleidung verarbeiteten, um sich vor den Elementen zu schützen.

Es dauerte wesentlich länger, bis der Rest der Welt aufholte, aber gegen  Ende des 18. Jahrhunderts hatte sich Kaschmir auf den Weg nach Europa gemacht. Im 19. Jahrhundert hatte sich der Ruf des Materials so weit verbreitet, dass die Kaiserin Josephine von Frankreich angeblich Hunderte von Kaschmirtüchern besessen haben soll.

Seitdem hat Kaschmir zahlreiche internationale Laufstege betreten und die Designs aller Modegrößen inspiriert - von Chanel bis Louis Vuitton. Zu den angesagtesten Styles auf den Laufstegen gehören derzeit überdimensionale Kaschmir-Deckenmäntel mit Color-Block-, Blatt- und Fischgrätmotiven, Pullover mit Wasserfall- und V-Ausschnitt, entspannte Jogginghosen und figurbetonte Kleider.

Kaschmir waschen

Ein rosafarbener Kaschmirpullover von dem man das Etikett sieht

Wage es nicht einmal, in Richtung Reinigung zu schielen, das ist wirklich kein Ort für deine respektablen Kaschmirstücke. Die Chemikalien sind zu aggressiv für ihre feinen, weichen Fasern, und lassen sie schnell abgetragen erscheinen. Das führt nur zu Tränen.

Stattdessen wäschst du lieber selbst. Es ist leichter als du denkst:

  1. Richtig ausgestattet
    Besorg dir ein spezielles Textilwaschmittel wie Fewa Wolle & Seide. Die Pflegeformel wurde speziell für die Bedürfnisse von feinen Stoffen wie Kaschmir entwickelt, wirkt Knötchen und Verfilzung entgegen und lässt deine Artikel weich und duftend erscheinen.
  2. Wäsche vorbereiten
    Fülle dein Waschbecken mit zehn Litern lauwarmem Wasser (oder mehr, wenn du mehrere oder größere Stücke wäschst), gib 60 ml Fewa Wolle & Seide hinzu und rühre gut um.
  3. Eintauchen und Verwirbeln
    Lege deine Kleidungsstücke aus Kaschmir vorsichtig hinein und drücke  sie nach unten, bis sie vollständig eingetaucht sind. Dann wirbel sie sanft durcheinander, sodass sich das Waschmittel an die Fasern schmiegen kann. Achte darauf, dass du den Stoff dabei nicht dehnst oder verziehst.
  4. Ausspülen und auswringen
    Lass das Wasser ablaufen und deine Kaschmir-Teile im Becken liegen. Fülle dann das Waschbecken mit frischem Wasser auf und knete das Gewebe vorsichtig, um die Reste des Reinigungsmittels zu entfernen, bevor du das Wasser wieder ablässt. Um überschüssiges Wasser loszuwerden, falte das Kaschmir vorsichtig zusammen und drücke es gegen die Seite der Spüle. Niemals verziehen oder auswringen - das wäre der Tod für die feinen Fasern.
  5. Handtuch und Trockner
    Nimm  pro Kleidungsstück ein Handtuch und lege es auf den Boden. Lege  die Klamotten darauf und rolle jedes Handtuch von unten nach oben zu  einem Kaschmir-Burrito auf. Einmal nach unten drücken und wieder ausrollen. Lege die Handtücher mit den Kaschmirstücken schließlich auf ein Trockengestell und lass alles fernab von direktem Sonnenlicht trocknen.

Kaschmir - das Material, das dem Rest deiner Garderobe einen Minderwertigkeitskomplex verpasst. Aber wie kam es zu seinem Aufstieg in den Stoff-Adel? Und wie pflegst du deine Lieblingsteile richtig? Hier findest du es heraus …